Extras für Mitarbeiter – was geht?

Extras für Mitarbeiter – was geht?

Eine Gehaltserhöhung muss von Mitarbeitern versteuert werden. Zu oft bleibt allerdings von dem schönen Plus wenig übrig – zumindest im Geldbeutel der Belohnten. Auch für Arbeitgeber ist es ärgerlich, wenn kaum etwas bei ihren Mitarbeitern ankommt. Schließlich wollen sie belohnen, sich dankbar zeigen oder andere Anreize schaffen.

Neben einer Gehaltserhöhung gibt es zahlreiche Extras, die Mitarbeiter nicht versteuern müssen. Die Skala zeigt die wichtigen Möglichkeiten von 40,- bis 2.000,- EUR und mehr pro Jahr.

Allerdings sind nicht alle Extras für Ihre Mitarbeiter uneingeschränkt kombinierbar.

Bitte sprechen Sie uns an!

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40 Euro

Aufmerksamkeiten

Mitarbeiter dürfen beschenkt werden. Tun Sie es! Ein Buch, ein Blumenstrauß, ein leckerer Wein. Das geht alles, wichtig ist: es sollte schon ein Geburtstag oder ein besonderer persönlicher Anlass (z.B. Hochzeit etc.) vorliegen und 60 EUR dürfen dabei nicht überschritten werden. Tipp: So ein Jahr ist lang und es muss ja nicht nur einen persönlichen Anlass geben.

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Getränke

Erfrischungsgetränke fördern das Nachdenken und sollten eigentlich immer am Arbeitsplatz zur Verfügung stehen. Diese sind grundsätzlich lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei.

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Gutscheine

Wenn Mitarbeiter Einkaufs- oder Tankgutscheine bei anderen Unternehmen bekommen, dann gilt dies als Sachbezug mit der Obergrenze von 44 EUR monatlich (inkl. Mehrwertsteuer). Damit lässt sich viel Gutes tun. Allerdings darf der Gutschein nicht für Waren im eigenen Unternehmen eingesetzt werden, dort gelten andere Regeln. >> Belegschaftsrabatte

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Fitness

Raus aus dem Büro, rauf auf das Laufband. Kopf klar laufen und Rücken stärken. Die Argumente für Ausgleichssport liegen auf der Hand: Den inneren Schweinehund muss jeder selbst besiegen, bei den Ausgaben kann der Chef helfen. Der Beitrag darf monatlich 44 EUR kosten, dann überschreitet er die Grenze für freien Sachbezug nicht.

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Betriebsfeiern

Gemeinsam feiern, das tut gut und verbindet. Für so ein Fest dürfen 110 EUR (inkl. Mehrwertsteuer) pro Mitarbeiter steuer- und sozialversicherungsfrei gewährt werden. Vorsicht: mit der Übernachtung, Eintrittskarten und dem abendlichen Essen ist so ein Betrag schnell erreicht.

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500 Euro

Gesundheitsförderung

Klasse, das kommt allen zu Gute. Gemeint sind vor allem Maßnahmen, die wirklich präventiv wirken oder bereits vorhandene gesundheitliche Probleme lösen. Es geht z.B. um: "Ich hab Rücken!" die Beschwerden sollen einfach früh genug vermieden werden. Aber auch wer Stress hat oder einfach nicht vom Rauchen wegkommt, kann auf Unterstützung vom Arbeitgeber bauen – und das steuerfrei: 500 EUR jährlich ist die Obergrenze.

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Monatliche Jobtickets

Schönes Thema, der Arbeitgeber investiert in sogenannte Jobtickets für 45,83 EUR monatlich, der Arbeitnehmer finanziert damit seinen täglichen Weg zum Arbeitsplatz. Im Ergebnis sind es immerhin rd. 550 EUR, die das Unternehmen so seinen Mitarbeitern steuerfrei bezuschusst.

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Notstandsbeihilfen

Sollte etwas Schlimmes passieren, Krankheit oder Unfall, kann der Arbeitgeber mit bis zu 600 EUR unterstützen, ohne dass die Betroffenen Steuern davon zahlen müssen. Je nach Größe des Unternehmens (ab 5 Mitarbeitern), sind allerdings stark einschränkende formale Regeln zu beachten.

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Telekommunikationsgeräte

Ob geschäftliche Handys auch privat verwendet werden dürfen, entscheiden die Unternehmen selbst. Für viele Mitarbeiter ist es sicherlich attraktiv, wenn sie immer mit aktuellen Geräten ausgestattet werden und der Chef die Gebühren übernimmt, auch wenn sie das Handy ausschließlich privat nutzen. Solange das mobile Gerät im Eigentum der Firma bleibt, fallen keine Steuerabgaben an.

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Kindergarten

Betroffen sind Kinder, die noch nicht in die Schule gehen und in Kindergärten betreut werden. Kosten für die Betreuung können vom Arbeitgeber freiwillig übernommen werden. Das geht nur mit der Vorlage von Originalbelegen.

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Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Sie benötigen einen Mitarbeiter auf einer Geschäftsreise? Der Mitarbeiter hat aber ein Kind oder einen Pflegebedürftigen zu betreuen und ist daher zeitlich nicht so flexibel. Unterstützen Sie ihn! Der Arbeitgeber kann betroffene Mitarbeiter zusätzlich zum geschuldeten Arbeitslohn steuer- und sozialversicherungsfrei mit bis zu 600 EUR pro Kalenderjahr für Beratungs-, Vermittlungs- und kurzfristige Betreuungsleistungen unterstützen.

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1.000 Euro

Belegschaftsrabatte

Unternehmen können Mitarbeiter im eigenen Unternehmen günstiger einkaufen lassen. Dabei gibt es zwei Kenngrößen, um steuerfrei zu bleiben: Der gesamte Betrag von 1.080 EUR darf im Jahr nicht überschritten werden. Darüber hinaus ist auch der Preis der Ware genau definiert: Endpreis abzüglich 4%.

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PC Überlassung

Hier gilt gleiches wie bei der Überlassung von Telekommunikationsgeräten. Der PC muss im Eigentum des Unternehmens verbleiben. Ist das der Fall, kann der Rechner uneingeschränkt bei den Mitarbeitern zu Hause genutzt werden, auch überwiegend privat. Nur "geschenkt" werden darf er nicht, dann gilt der Gegenwert als Arbeitslohn und damit als steuer- und sozialversicherungspflichtig!

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Essensgutscheine

Es sind maximal 6,10 EUR/pro Tag. Aber rechnet man die Essensgutscheine zusammen und geht von 220 Arbeitstagen im Jahr aus, ist ein Zuschuss von rund 1.350 EUR denkbar, den Unternehmer in die Bonusverhandlungen mitnehmen können.

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2.000 Euro

Darlehen

Möglicherweise können auch zinslose oder zinsgünstige Darlehen attraktiv für Mitarbeiter sein. Steuerfreiheit ist nur dann gegeben, wenn der noch nicht getilgte Darlehensbetrag 2.600 Euro nicht überschreitet.

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Firmenwagen

Vielleicht eines der beliebtesten Gehaltsextras und beste Mitarbeitermotivation. Aber wie ist das nun steuerlich. Im Grunde genommen gibt es zwei Möglichkeiten der Versteuerung

Zum einen die 1% Regelung, wobei die Abgabe 1 % vom Bruttolistenpreis des Neuwagens beträgt, nicht 1% des tatsächlichen Neupreises des Wagens. Zum Anderen die Fahrtenbuch-Methode mit all ihren kleinen und größeren Fallstricken.

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